Die Gesundheitsmanagement-AG durfte am 18.05.2026 Frau Iris Lang als Gastdozentin zu einem besonderen Workshop zum Thema Waldbaden begrüßen.
Waldbaden gewinnt im Bereich der Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung zunehmend an Bedeutung. Da Prävention am Arbeitsplatz ein zentrales Thema im Fach Gesundheitsmanagement ist, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dieser besonderen Methode zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden.
Im ersten Teil des zweistündigen Workshops vermittelte Frau Lang anschaulich die theoretischen Grundlagen des Waldbadens sowie dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Dabei wurde deutlich, wie positiv sich Naturerfahrungen auf Körper und Psyche auswirken können. Waldbaden kann unter anderem Stress reduzieren, den Blutdruck senken und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Zudem findet es beispielsweise in der Burnout-Behandlung sowie in Kinder- und Jugendkliniken, Mutter-Kind-Einrichtungen oder Herz-Kreislauf-Kliniken Anwendung.
Auch wenn der praktische Teil aus zeitlichen Gründen nicht direkt im Wald stattfinden konnte, gelang es Frau Lang eindrucksvoll, die Atmosphäre des Waldes in den Klassenraum zu bringen. Gerade in Bereichen wie der Hospizarbeit oder bei Menschen mit schwerer Demenz ist es wichtig, Möglichkeiten zu finden, Naturerlebnisse auch in Innenräumen erfahrbar zu machen.
Mit viel Engagement gestaltete Frau Lang ein besonderes Sinneserlebnis: Baumrinden, Moos, Tannenzapfen und frisches Tannengrün konnten ertastet und erlebt werden. Dazu verbreiteten ätherische Öle einen angenehmen Waldduft, während beruhigende Waldgeräusche abgespielt wurden.
Ein besonderes Highlight war die anschließende Fantasiereise in den Wald. Mit geschlossenen Augen ließen sich die Schülerinnen und Schüler auf die entspannende Atmosphäre ein und berichteten danach von spürbarer Ruhe, Gelassenheit und neuer Energie.
Die Gesundheitsmanagement-AG war sich am Ende des Workshops einig: Waldbaden bietet großes Potenzial für die Gesundheitsprävention – auch in Unternehmen. Viele Schülerinnen und Schüler entwickelten bereits erste kreative Ideen, wie sich solche gesundheitsfördernden Maßnahmen künftig im Arbeitsalltag umsetzen lassen könnten.