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Auslandspraktikum auf Teneriffa: Lernen, Erleben und Wachsen mit Erasmus+
Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatten Schülerinnen und Schüler der Ilse-Lang-Schule Worms die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Auslandspraktikum auf der kanarischen Insel Teneriffa zu absolvieren. Teneriffa ist ein schöner Ort, auf dem viele unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen und bietet ideale Voraussetzungen, um berufliche Erfahrungen mit interkulturellem Lernen zu verbinden.

Praktikum mit Erasmus+ : Eine wertvolle Chance
Erasmus+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union für Bildung, Ausbildung und Jugend. Es unterstützt unter anderem Auslandspraktika, indem es organisatorische Sicherheit, Betreuung und finanzielle Unterstützung bietet. Ziel des Programms ist es, Mobilität zu fördern, interkulturelle Kompetenzen zu stärken und junge Menschen auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten.

Teneriffa: ein besonderer Lernort
Teneriffa gehört zu Spanien und ist geprägt von Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Genau diese kulturelle Vielfalt macht ein Praktikum dort besonders wertvoll. Durch das tägliche Leben und Arbeiten vor Ort konnten die Teilnehmenden neue Kulturen kennenlernen, ihre Sprachkenntnisse, insbesondere Spanisch und Englisch, verbessern und ein offenes Verständnis für andere Lebensweisen entwickeln.

Neben der Arbeit blieb auch Zeit, die Insel zu erkunden: beeindruckende Strände, neue Restaurants, unbekannte Städte und Sehenswürdigkeiten boten viele Möglichkeiten, Land und Leute kennenzulernen. Die entspannte Lebensweise, das angenehme Klima und die Freundschaften auf der Insel sorgten für eine sehr hohe Lebensqualität während des Aufenthalts.

Organisation und Ablauf des Praktikums
Das Auslandspraktikum dauerte insgesamt zwei Wochen. Eine Woche fand während der Schulzeit statt, die zweite in den Ferien, sodass schulisch nur sehr wenig Unterrichtsstoff verpasst wurde.

Die Unterkunft sowie der Flug konnten von den Schülerinnen eigenständig gewählt und organisiert werden. Dadurch lag es in der eigenen Hand, wie zentral die Unterkunft gelegen war und wie der persönliche Aufenthalt gestaltet wurde. Die Praktikumsplätze hingegen wurden individuell von der für uns zuständigen Erasmus+-Organisation geplant und passend zu den Interessen der Schülerinnen ausgewählt. Die Praktikumsstellen wurden vorab vorgestellt, sodass ein guter Überblick über die jeweiligen Aufgabenbereiche bestand. Zu Beginn des Praktikums wurden die Schülerinnen außerdem persönlich zu ihren Praktikumsstellen begleitet, um den Weg kennenzulernen und einen sicheren Start zu ermöglichen. Diese Kombination aus Eigenverantwortung und unterstützender Organisation sorgte für einen gut strukturierten, sicheren und zugleich selbstständigen Ablauf des Auslandspraktikums.

Vielfältige Praktikumserfahrungen auf Teneriffa

Die Praktikumsstellen auf Teneriffa waren sehr unterschiedlich und boten den Schülerinnen zahlreiche Möglichkeiten, neue Fähigkeiten zu erwerben und praktische Erfahrungen zu sammeln. 

Greta: Praktikum im multilingualen Kindergarten

Greta absolvierte ihr Praktikum in einem multilingualen Kindergarten, in dem Kinder aus vielen verschiedenen Nationen betreut wurden. Die Arbeitssprache war überwiegend Spanisch und Englisch. Zusätzlich spielte Gebärdensprache eine wichtige Rolle im Alltag. Zu Beginn ihres Praktikums befanden sich viele Kinder noch in der Eingewöhnungs-phase, da sie erst frisch in den Kindergarten gekommen waren. Dennoch durfte Greta von Anfang an aktiv am Alltag teilnehmen. Neben dem Zuschauen unterstützte sie die Erzieherinnen beim Saubermachen, half bei organisatorischen Aufgaben und spielte regelmäßig mit den Kindern. Bereits nach etwa einer Woche wuchs das Vertrauen der Erzieherinnen deutlich, sodass Greta mehr Verantwortung übernehmen durfte. Sie half beim Füttern der Kinder, Vorlesen von Geschichten und bei weiteren Aktivitäten wie beispielsweise malen. Dadurch erhielt sie einen realistischen Einblick in den Kindergartenalltag und konnte ihre im Unterricht erlernten Kenntnisse praktisch anwenden. Durch die tägliche und dauerhafte Umgebung in einer fremden Sprache erweiterte Greta ihr Vokabular ganz unbewusst. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren gelang es ihr zunehmend besser, die Arbeitsaufträge der Erzieherinnen zu verstehen und umzusetzen, was ihr Selbstvertrauen und ihre Kommunikationsfähigkeit deutlich stärkte.

Sena: Praktikum bei Tenelearning

Eine weitere Schülerin, Sena, absolvierte ihr Praktikum bei Tenelearning, einem Unternehmen mit dem Schwerpunkt auf verschiedenen Kursangeboten. Während ihres Praktikums setzte sie sich intensiv mit dem Thema Stress auseinander und gewann wertvolle Einblicke in dessen Ursachen, Auswirkungen und Bewältigungsstrategien. Besonders bereichernd war ihre Teilnahme an einem Stressmanagementkurs, bei dem sie theoretische Inhalte aus dem Unterricht mit praktischen Erfahrungen verknüpfen konnte. Darüber hinaus erhielt sie einen Blick hinter die Kulissen eines solchen Kurses und lernte den organisatorischen sowie inhaltlichen Ablauf kennen. Sena unterstützte das Team bei verschiedenen organisatorischen Aufgaben rund um den Kurs, übernahm Verantwortung und konnte ihre Selbstständigkeit weiterentwickeln. Trotz der anspruchsvollen Themen wurde sie gut in das Team integriert und aktiv in den Arbeitsalltag eingebunden. Insgesamt stellte das Praktikum eine sehr positive und lehrreiche Erfahrung dar, bei der sie nicht nur ihr Wissen über Stress vertiefte, sondern auch ihre organisatorischen Fähigkeiten sowie ihr eigenes Zeit- und Stressmanagement verbessern konnte.

Helen: Praktikum im religiösen Kindergarten

Helen absolvierte ihr Praktikum in einem religiösen Kindergarten, in dem sie früh viel Verantwortung im Alltag übernahm. Dabei konnte sie ihre im Unterricht erlernten Kenntnisse sinnvoll und praxisnah in die Arbeit mit den Kindern einbringen. Sie betreute wöchentlich wechselnd zwei unterschiedliche Altersgruppen, was ihre Flexibilität und ihr pädagogisches Verständnis stärkte. Der Kindergarten war bilingual ausgerichtet, wodurch Helen die Sprache besser verstehen und aktiv anwenden konnte. Besonders positiv war, dass sie eigene Ideen einbringen durfte, zum Beispiel beim Vorlesen oder beim gemeinsamen Tanzen mit den Kindern. Trotz der großen Verantwortung wurde sie gut ins Team integriert und unterstützte den Tagesablauf aktiv. Insgesamt war das Praktikum eine durchweg positive Erfahrung, bei der Helen nicht nur viel über die Kultur lernte, sondern auch ihre Selbstständigkeit, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickeln konnte.

Unser Fazit

Das Auslandspraktikum auf Teneriffa war für alle Beteiligten eine sehr bereichernde Erfahrung: beruflich, persönlich und kulturell. Dank Erasmus+ war der Aufenthalt gut organisiert, sicher und flexibel. Schulisch wurde kaum etwas verpasst, dafür konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, die weit über den Unterricht hinausgehen.

Ein Auslandspraktikum ist eine großartige Chance, neue Perspektiven zu gewinnen, selbstständiger zu werden und unvergessliche Eindrücke zu sammeln.