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Im Rahmen meines Auslandspraktikums hatte ich die Möglichkeit, berufliche Erfahrungen in einem maltesischen Immobilienunternehmen zu sammeln. Während meines Aufenthalts lernte ich nicht nur die Arbeitsweise des Unternehmens kennen, sondern auch viel über die Kultur, den Alltag und die Besonderheiten des Lebens auf Malta. Der tägliche Arbeitsweg war besonders, da er sehr steil war und durch viele engen Gassen
verlief. Auch der öffentliche Nahverkehr auf Malta unterscheidet sich deutlich von dem in Deutschland: Man muss dem Busfahrer winken, damit er anhält, und wenn der Bus voll ist, fährt er einfach weiter. Diese kleinen, aber typischen Unterschiede machen den Alltag spannend.

Am Montag, dem 6. Oktober, begann das Praktikum mit einem Kennenlernen aller Teilnehmenden und einer gemeinsamen Rundfahrt, bei der wir die verschiedenen Arbeitsstellen besuchten. Außerdem lernte ich das Unternehmen und die Arbeitsabläufe kennen. Am Dienstag erhielt ich eine Einführung in meine Aufgaben, während ich auf die Freischaltung meines E-Mail-Kontos durch die IT-Abteilung wartete. Ein Austausch mit einer deutschen Kollegin, die eine Zusatzqualifikation als Europakauffrau hatte, gab mir interessante Einblicke in internationale Arbeitszusammenhänge.
In den darauffolgenden Tagen bestand meine Hauptaufgabe darin, das Immobilienverwaltungsprogramm des Unternehmens ennenzulernen. Über dieses System wurden Immobilien präsentiert, die entweder vermietet oder verkauft werden sollten. Ich schrieb Interessenten an und unterstützte so aktiv die Vermarktung der Objekte. Diese Tätigkeiten wiederholten sich an den meisten Arbeitstagen und halfen mir, ein gutes Verständnis für die Immobilienbranche und die Kundenkommunikation zu entwickeln. Neben der Arbeit blieb auch Zeit, Malta kulturell zu entdecken. Am Samstag, den 11.
Oktober, besuchte ich Valletta, die Hauptstadt, wo ich eine Rundfahrt machte und viele Informationen über die Geschichte und Kultur der Insel erhielt. Am Abend fand das Kerzenfest in Vittoriosa statt, das eine beeindruckende Atmosphäre bot. Den darauffolgenden Sonntag verbrachte ich in Mdina, der alten Hauptstadt Maltas, die mit ihren engen Gassen und historischen Gebäuden ein echtes Highlight war. In der zweiten Woche setzte ich meine Tätigkeiten im Unternehmen fort und arbeitete weiter mit dem Immobilienprogramm. Zwischenzeitlich gab es einige Probleme mit dem Learning Agreement, die ich gemeinsam mit der Organisation NSTS besprach. Am Donnerstag traf ich mich mit NSTS persönlich, um meine Rückreise und meine Erfahrungen zu besprechen. Der letzte Arbeitstag am Freitag markierte den Abschluss meines Praktikums. Ich wiederholte meine bisherigen Aufgaben, reflektierte über die gesammelten Erfahrungen und habe mich von meinen Arbeitskollegen und dazu gewonnenen Freunden verabschiedet. Am Samstag endete mein Aufenthalt schließlich.

Insgesamt war das Praktikum eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich konnte meine Englischkenntnisse verbessern, wertvolle berufliche Kompetenzen erwerben und gleichzeitig eine neue Kultur kennenlernen. Besonders beeindruckend war, wie unterschiedlich der Arbeitsalltag und die Lebensweise auf Malta im Vergleich zu Deutschland sind. Dieses Praktikum hat mir nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viel gebracht.